00:00:01: In der heutigen Folge geht es um ein konkretes Kundenprojekt, wo wir es geschafft haben,
00:00:05: mit einer einzigen Automatisierung eineinhalb Tage
00:00:09: an Prozesszeit einzusparen. Wie wir das gemacht haben,
00:00:13: wie wir hier konkret vorgegangen sind, das erkläre ich dir heute in der Folge. Also
00:00:16: bleib dran, geht sofort los. In diesem Fall
00:00:20: hatten wir den konkreten Anwendungsfall, dass der Kunde eine große
00:00:23: Punktewolke hat. Wir sind im Vermessungsbereich unterwegs, eine
00:00:27: Punktewolke aus einer Photogrammetrie, die mit einer Drohne aufgenommen wurde,
00:00:32: ein vorhandener Straßenabschnitt neu angelegt werden
00:00:36: muss, kartiert werden muss. Und da ging es darum,
00:00:39: dass aus dieser Fotogrammetrie, für diejenigen, die jetzt vielleicht mit Fotogrammetrie
00:00:43: nichts anfangen können, nur mal als kurze Randerklä Es geht darum,
00:00:47: dass man sehr viele Bilder in kurzen Abständen,
00:00:50: beispielsweise mit einer Drohne in einem Raster anlegt und
00:00:54: diese Bilder werden mit Referenzmodellen, die halt
00:00:58: im Grunde genommen die richtigen geometrischen Daten liefern, werden
00:01:02: abgeglichen und daraus entsteht ein
00:01:04: georeferenziertes D Modell oder eine
00:01:08: Punktewolke. Das kann alternativ auch mit einem Laserscanner
00:01:12: passieren, aber jetzt in so einem Fall, wo es um einen großen Straßenzug in
00:01:15: dem Falle geht, macht es halt Sinn, das mit einer Drohne zu machen. Und den
00:01:19: Vorteil, den man daraus zieht, man hat einmal das komplette D Modell auf
00:01:23: einer bestimmten Genauigkeit mit allen Farben, mit allem Drum und
00:01:27: dran, was da drin ist. Auch ein weiterer Vorteil, wenn bewegte Objekte dort drin sind,
00:01:31: wie zum Beispiel Autos, sind die nachher in einem späteren Modell überhaupt nicht
00:01:34: enthalten, weil einfach das Fahrzeug in
00:01:37: mehreren Bildern an der gleichen Position sein muss, damit es halt drin bleibt.
00:01:42: Kleine Randnotiz. Fotografen nutzen diese Funktion,
00:01:45: um Langzeitbelichtung von bewegten oder von
00:01:50: berühmten Gebäuden zu machen, wie zum Beispiel in München. Wenn man da
00:01:54: irgendwo steht vor der Frauenkirche und man möchte nur die Frauenkirche fotografieren,
00:01:58: nutzt man die Langzeitbelichtung, weil dann die Person,
00:02:01: die nicht permanent an einer Position in dieser Langzeitbelichtung
00:02:05: sitzt, ist nachher aus dem Bild raus. Also man erhält ohne Bearbeitung nachher ein
00:02:09: komplett cleanes Bild ohne Personen drin. Aber zurück zum Thema, Was haben wir
00:02:12: jetzt hier gemacht? Das Ganze wurde aufgenommen und wir hatten am Ende
00:02:16: des Tages eine Punktewolke und jetzt sitzt ein Mitarbeiter da, der
00:02:20: die Bordsteinkanten markieren muss mit einer Polylinie. Das heißt, er
00:02:23: klickt sich komplett händisch durch den Bordsteinverlauf durch und
00:02:27: erstellt eine Polylinie, die nachher dann auch mit einem
00:02:30: Versatz nach oben den kompletten Bordstein oder im Grunde genommen
00:02:34: alle Bruchkanten erkennt in diesem Modell
00:02:39: daraus oder diese Pullilinien. Diese Bruchkanten werden benötigt,
00:02:43: um daraus nachher weitere Ableitungen zu tätigen. Da bin ich komplett raus aus dem
00:02:46: Thema, was danach damit passiert. Problem war hier in dem Fall, das
00:02:50: Erstellen dieser Polylinien dauert je nach Projekt bis
00:02:54: zu drei oder mehr Tage, weil es komplett händisch ablaufen
00:02:57: muss. Jetzt gibt es in dem Programm zwar die Funktion oder
00:03:01: mehrere Funktionen oder Workarounds, die wir vorher auch über eine umfangreiche
00:03:05: Recherche herausgefunden haben, die aber alle nur unbefriedigende
00:03:08: Ergebnisse geliefert haben. Also es hat einfach de facto nicht funktioniert,
00:03:12: weil die Linien, die Polylinien, die daraus entstanden sind, immer gebrochen
00:03:16: waren oder komplett gekrümmt, weil irgendwo mal ein kleiner
00:03:19: Versatz drin war. Und dann war keine
00:03:22: Tangenten-Stetigkeit in dieser Polylinie. Drin und die war
00:03:26: komplett zerbrochen, komplett zerbröselt. Und der
00:03:29: händische Aufwand, diese wieder zu korrigieren, kam dem nahe, die
00:03:32: Polylinie von Anfang an komplett händisch zu erstellen. Was
00:03:36: wir also gemacht Wir haben geprü Hat das
00:03:39: Programm eine Schnittstelle, die wir per
00:03:43: Skript anbinden können? Also dass wir bestimmte manuelle
00:03:46: Tätigkeiten via Skript ausführen können. Das ist immer so der
00:03:50: Punkt, wenn es darum geht, wiederkehrende Prozesse zu
00:03:53: automatisieren, dass wir uns im Vorfeld anschauen, wie sieht der Prozess nativ
00:03:57: aus und wie wird er in dem Programm durchgeführt. Daraus
00:04:01: lässt sich in der Regel oft ableiten, wie man aus diesem
00:04:04: Prozess nachher eine Automatisierung baut. Genauso haben wir es hier gemacht.
00:04:08: Wir haben herausgefunden, dass das Programm über eine Skript
00:04:12: funktioniert verfügt, wo man verschiedene Abläufe
00:04:15: aufzeichnen kann. Und dann haben wir in dem Zuge herausgefunden, dass es genau
00:04:19: für diesen Fall bereits ein Skript gab. Und da habe ich Ja, okay, lass uns
00:04:23: das doch nehmen. Aber dieses Skript lief nie. Es hat immer abgebrochen oder
00:04:27: es hat gar nicht gestartet. Also das Skript, was in dem Programm drin war
00:04:31: für diese Funktion, hat nie wirklich funktioniert. Und dann wurde das Teil wie immer ad
00:04:34: acta gelegt. Dann habe ich Alles klar, hier packen wir
00:04:38: an, wir schauen uns das Skript an, schauen uns die Fehler Outputs an, warum es
00:04:42: nicht funktioniert. Und auf der Basis haben wir dann ein neues
00:04:45: Skript entwickelt, was im ersten Anlauf also ich war beim Kunden, wir haben es
00:04:49: beim Kunden am PC gemacht und wir haben es direkt ausprobiert, getestet
00:04:53: und hatten innerhalb von etwa einer Stunde
00:04:57: den ersten lauffähigen Prototypen und wir
00:05:00: konnten komplette Polylinien Züge hundertprozentig markieren.
00:05:04: Also wir hatten wirklich diesen Punkt, diesen Aha Moment,
00:05:07: diese Erleichterung, die man dann spürt, wenn man merkt, ein Prozess, der halt
00:05:11: dazugehört, aber immer lästig ist, den keiner so wirklich gerne macht.
00:05:15: Dieser ist jetzt zu einem großen Teil
00:05:18: automatisiert worden, den können wir jetzt ja, es ist
00:05:22: zwar noch BYPROT, also er gehört dazu zu dem Auftrag, aber er ist keine Last
00:05:26: mehr, weil es zum größten Teil über ein Skript abläuft. Und genau
00:05:29: das ist der Punkt oder der Impuls, den ich dir hier mitgeben will,
00:05:33: Nur weil du vielleicht seit 10, 20, 30 Jahren
00:05:37: immer wieder gleiche Aufgaben immer nach dem gleichen Schema
00:05:40: erledigst und dich vielleicht auch aufgehört hast zu fragen, geht
00:05:44: das hier vielleicht schneller? Es gibt immer eine Möglichkeit von außen drauf zu
00:05:48: gucken. In dem Fall habe ich es bei meinem Kunden gemacht und ich war nie
00:05:51: in dem Thema drin, Ich habe auch nie mit seinem Programm gearbeitet, aber das soll
00:05:54: dir zumindest ein Zeichen dafür geben, wenn sich jemand damit
00:05:57: auseinandersetzt, der Prozesse denken kann, dann
00:06:01: hast du die Möglichkeit Zeit einzusparen, Geld
00:06:04: einzusparen und einfach auch Tätigkeiten, die überhaupt keinen Spaß machen,
00:06:08: komplett zu eliminieren. In diesem Fall ist uns noch eine Idee
00:06:12: entstanden, wo wir gesagt haben, okay, lass uns doch mal schauen,
00:06:15: was für Tätigkeiten habt ihr noch gerade in diesem Programm, die immer
00:06:19: wieder gleich vorkommen und lasst uns doch für diese Tätigkeiten jetzt im
00:06:23: nächsten Step in der langfristigen Zusammenarbeit, die wir eingegangen sind,
00:06:26: Automatisierungen aufbauen, die ab dem Zeitpunkt
00:06:29: funktionieren. Das heißt, wir arbeiten mindestens ein halbes Jahr
00:06:33: zusammen, aber nach diesem halben Jahr hat mein Kunde
00:06:36: Prozesse, die funktionieren, Prozesse, die laufen und er kann dann selber entscheiden,
00:06:40: okay, arbeiten wir jetzt weiter zusammen und finden noch mehr Punkte, wie wir
00:06:43: das Ganze weiter automatisieren können oder ziehen wir jetzt hier einen Schlussstrich, weil es einfach
00:06:47: besser läuft. Das ist der Punkt, den ich dir an der Stelle einfach mitgeben will,
00:06:51: um dir zu Es gibt Prozesse, die können
00:06:55: automatisiert werden und es macht in jedem Fall Sinn, sich das Ganze anzuschauen. Wenn du
00:06:59: Fragen hast, wenn wir uns deine Prozesse mal anschauen sollen, dann buch dir ein
00:07:02: kostenfreies Erstberatungsgespräch. Wir schauen uns wirklich im Detail deine Prozesse
00:07:06: an und finden heraus, wie wir auch diese optimieren können.